Glossar

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ISO 9241

Internationale Norm zur Definition von Kriterien für die Gestaltung ergonomischer User Interfaces. Sie gilt bei gleicher Nummer auch als deutsche (DIN) und europäische Norm (EN) und besteht aus 17 Teilen. Für das Design von User Interfaces von Softwareprodukten ist insbesondere der Teil 10 relevant, die "Grundsätze der Dialoggestaltung".

Prototyping

Die Entwicklung unvollständiger Teilaspekte eines Systems zu Testzwecken, um die Machbarkeit einer Lösung zu demonstrieren oder zu überprüfen oder bestimmte Eigenschaften eines Produktes zu verdeutlichen. Das Prototyping ist eine essenzielle Methode im iterativen Design Prozess. Prototypen können in verschiedenen Techniken erstellt werden, von einfachen Zeichungen, über statische Screen-Prototypen bis zu teilfunktionaler Umsetzung als interaktive Software. Prototypen dienen insbesondere zur Durchführung von Usability Tests, als Vorgabe für die Entwicklung und zur Akquisitionsnterstützung.

Persona

Personas stellen prototypische Benutzer dar und fassen die unterschiedlichen Eigenschaften, Aufgaben, Ziele und Verhaltensweisen einer oder mehrerer Benutzergruppen zusammen. Diese virtuellen Personen helfen passende User Interfaces für die zukünftigen Benutzer zu entwickeln.

Style Guide

Ein Style Guide ist eine Sammlung von Richtlinien für die Struktur, das Aussehen und die Wirkungsweise aller Elemente eines User Interface. Die Berücksichtigung dieser Richtlinien bei der Entwicklung von Software erhöht die Konsistenz. Dies führt zu besserer Benutzbarkeit, hoher Wiedererkennbarkeit und kürzeren Entwicklungszeiten – insgesamt zu höherer Produktqualität.

Szenario

Mit Szenarien werden die Anforderungen an ein neues System modelliert, sie beschreiben in Form eines konkreter Arbeitsablaufes, wie ein Benutzer mit einem geplanten System bestimmte Aufgaben bearbeiten wird.

Usability

Usability (Benutzbarkeit, Benutzerfreundlichkeit) umfasst alle Aspekte der Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Die Qualität der Benutzbarkeit kann z.B. mit Hilfe von definierten Kontrollaufgaben bewertet werden. Gemessen wird hierbei die Bearbeitungsdauer, die Anzahl der auftretenden Fehler, sowie die Zeit, die für das Erlernen des System benötig wird. Dazu kommen subjektive Kriterien wie die Zufriedenheit der Benutzer. Usability kann auch Faktoren wie Sicherheit, Zweckmäßigkeit und Kosteneffizienz einschließen.

Usability Testing

Die Durchführung von Usability Tests dienet zur Analyse von Schwachstellen und allgemein zur Bewertung der Qualität der Benutzbarkeit eines Produkts oder Systems. Usability Tests werden u.a. nach folgenden Methoden durchgeführt:
Expertenbeurteilung: Ein Usability-Experte beurteilt das zu testende Produkt gemäß seiner Kenntnisse und Erfahrungen.
Heuristische Evaluation: Mehrere qualifizierte Testpersonen beurteilen ein Produkt anhand von Kriterien, den so genannten Heuristiken, mit denen sie zuvor vertraut gemacht wurden.
Anwendertest: Mehrere Probanden lösen typische Testaufgaben mit Hilfe des Produkts bzw. Systems. Der Verlauf der Versuche wird protokolliert.